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Was darf die Ware im Einkauf kosten?
Die meisten Fehleinkäufe entstehen nicht am Stand, sondern vorher: Wer seinen maximalen Einkaufspreis nicht kennt, verhandelt gegen ein Gefühl. Der Rechner dreht die Kalkulation um – Sie geben Verkaufspreis und Zielmarge vor und bekommen die Obergrenze für den Einkauf.
Warum rückwärts rechnen
Der Verkaufspreis steht in der Praxis fest – er ergibt sich aus dem Markt, nicht aus Ihrem Einkauf. Sinnvoll ist deshalb nur die umgekehrte Frage: Was darf die Ware kosten, damit die Rechnung aufgeht?
Auf dem Marktplatz bleibt weniger
Provision, Fulfillment, Werbung und Retouren zusammen fressen schnell ein Drittel des Nettoumsatzes. Wer mit stationären Margen kalkuliert und dann online verkauft, rutscht ins Minus, ohne es zu merken.
Was der Rechner nicht kann
Lager, Personal und Kapitalbindung sind nicht enthalten. Das Ergebnis ist eine Obergrenze für die Verhandlung, keine Vollkostenrechnung. Wer knapp darunter einkauft, hat noch keinen Gewinn – nur keine Verluste.
Mit dieser Zahl an den Stand
Auf der IAW in Köln (9.–11. März 2027) verhandeln Sie mit bis zu 300 Ausstellern. Wer seine Obergrenze je Warengruppe im Kopf hat, entscheidet am Stand in Sekunden statt in Tagen – und sagt genauso schnell ab, wenn der Preis nicht passt.
Häufige Fragen
Marge berechnen – kurz beantwortet
Wie berechne ich die Marge im Einzelhandel?
Marge in Prozent = (Nettoverkaufspreis − Einkaufspreis) ÷ Nettoverkaufspreis × 100. Wichtig: vom Bruttopreis zuerst die Umsatzsteuer abziehen. Beispiel: Verkauf 11,90 € brutto = 10 € netto, Einkauf 6 € → 40 % Marge.
Was ist der Unterschied zwischen Marge und Aufschlag?
Die Marge ist der Gewinnanteil am Verkaufspreis, der Aufschlag der Zuschlag auf den Einkaufspreis. 50 % Aufschlag entsprechen nur 33 % Marge: Ware für 10 € eingekauft, für 15 € verkauft, ergibt 5 € Rohertrag – ein Drittel des Verkaufspreises. Wer beides verwechselt, kalkuliert zu knapp.
Wie berechne ich den maximalen Einkaufspreis?
Vom Bruttoverkaufspreis die Umsatzsteuer abziehen, dann die gewünschte Marge. Beim Marktplatzverkauf kommen Provision, Fulfillment, Werbekosten und ein Aufschlag für Retouren hinzu.
Welche Marge ist im Sonderpostenhandel üblich?
Im stationären Aktionsgeschäft werden häufig 35 bis 50 Prozent Rohertrag angesetzt. Auf Marktplätzen bleibt nach Provision, Fulfillment und Werbung deutlich weniger übrig, weshalb der Einkaufspreis dort niedriger liegen muss.
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Für Händler kostenfrei.
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Die IAW ist eine reine Fachmesse. Der Zutritt ist Gewerbetreibenden vorbehalten – Sie brauchen einen Nachweis, etwa Gewerbeschein, Umsatzsteuer-ID oder eine Visitenkarte mit Firmenbezug.