IAW Messeguide
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Restposten Textilien einkaufen – Bezugsquellen für Händler

Bei Textil entscheidet die Haptik über die Retourenquote — und die lässt sich am Bildschirm nicht beurteilen. Wer Restpartien blind kauft, sitzt auf Ware, die sich nicht anfühlt wie auf dem Foto. Gleichzeitig ist keine Warengruppe so gut geeignet für Aktionsflächen.

Was in dieser Warengruppe läuft

Artikel, die im Aktions- und Sonderpostengeschäft regelmäßig gehandelt werden.

  • Basics und Unterwäsche in sortierten Größenläufen
  • Strümpfe und Socken in Großgebinden
  • Heimtextilien, Frottier und Bettwäsche
  • Saisonware: Schals, Mützen, Handschuhe
  • Damen-, Herren- und Kinderoberbekleidung aus Überproduktion
  • Arbeits- und Freizeitbekleidung

Bezugswege

Vier Wege — und was sie wirklich taugen

01

Überproduktionen direkt bei Herstellern

Die günstigste Quelle, aber schwer zugänglich ohne bestehende Kontakte. Hersteller geben Restpartien meist an wenige feste Abnehmer.

02

Restpostenbörsen und Aufkäufer

Große Mengen zu niedrigen Preisen. Das Risiko liegt im Größenlauf: Eine Partie mit 60 Prozent Größe S ist im Laden ein Ladenhüter, egal wie günstig sie war.

03

Direktimport

Kalkulierbar bei Basics, riskant bei modischer Ware. Bei Textilimport fehlt außerdem gelegentlich die Textilkennzeichnung und muss auf eigene Kosten nachgerüstet werden.

04

Ordermessen

Grammatur, Nahtbild und Materialgriff beurteilen Sie in zehn Sekunden am Stand. Den vollständigen Größenlauf können Sie sich zeigen lassen, bevor Sie zusagen — das ist der teuerste Fehler, den man sich damit spart.

Wie sich das rechnet

Restpartien rechnen sich nur, wenn der Größenlauf zur Kundenstruktur passt. Ein niedriger Stückpreis bei falscher Größenverteilung ist teurer als ein höherer Einkaufspreis bei passender Sortierung.

Fallstricke

  • Textilkennzeichnungspflicht nach EU-Verordnung 1007/2011 — Materialzusammensetzung muss dauerhaft am Produkt angebracht sein
  • Bei Kinderbekleidung gelten zusätzliche Sicherheitsanforderungen, etwa an Kordeln und Zugbänder
  • Muster vor der Nachorder einmal waschen — Farbechtheit und Einlaufverhalten zeigen sich erst dann

Der nächste Termin, an dem Sie Ware anfassen können

Die IAW in Köln ist die größte deutsche Ordermesse für Aktionsware, Sonderposten und Importware — über 300 Aussteller aus rund rund 30 Ländern, 8.–10. September 2026. Der Zutritt ist Gewerbetreibenden vorbehalten, der Eintritt ist kostenfrei.

Ob sich die Anreise für Ihren Betrieb rechnet, steht in der Einschätzung für Textil & Mode — einschließlich der Fälle, in denen sie sich nicht lohnt.

Eintritt

Für Händler kostenfrei.

Tickets gibt es ausschließlich online über den offiziellen Ticketshop. Wir leiten Sie direkt dorthin weiter – die Registrierung dauert wenige Minuten.

Die IAW ist eine reine Fachmesse. Der Zutritt ist Gewerbetreibenden vorbehalten – Sie brauchen einen Nachweis, etwa Gewerbeschein, Umsatzsteuer-ID oder eine Visitenkarte mit Firmenbezug.

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